Wo unter der Woche die Obergünzburger Schüler die Schulbank drücken, wurden vergangenes Wochenende Verbände angelegt, Rettungsringe ausgeworfen und um die Wette geschwommen: Die Wasserwacht Bayern des Bayerischen Roten Kreuzes veranstaltete ihren Landeswettbewerb im Rettungsschwimmen der Jugend in dem beschaulichen Ort im Ostallgäu. Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 16 Jahren waren aus allen fünf Bayerischen Bezirksverbänden für den Wettbewerb in Obergünzburg angereist.

Die Vorbereitungen für den Landeswettbewerb liefen bereits seit dem vergangenen Jahr. Ein besonderes Highlight: Die Grund- und Mittelschule sowie das anliegende Schwimmbad wurden vor Kurzem frisch renoviert. Da Schule und Hallenbad in einem Gebäudekomplex untergebracht sind, machten auch die kurzen Wege den Standort in Obergünzburg zum perfekten Austragungsort. Die insgesamt etwa 240 Teilnehmer und Betreuer, 60 Schiedsrichter und 100 Helfer durften sogar in den Räumen übernachten. „Das sind super Bedingungen und ein großer Gewinn für uns“, lobte Verena Müller, stellvertretende Jugendleiterin der Bayerischen Wasserwacht.

Die Klassenzimmer und das Schulgelände verwandelten sich am Wettkampftag in Prüfungsräume für Theorie-, Fertigkeits- und Erste Hilfe-Prüfungen. So mussten die jungen Wasserwachtler in den Klassenräumen etwa zeigen, wie sie mit Schnitten, Schürfwunden oder bewusstlosen Personen umgingen. Unter den Blicken der Prüfer mussten sie Verbände und Pflaster anlegen und wissen, was bei einem Notruf wichtig ist. Auf dem Schulgelände wurden Rettungs-Situationen nachgestellt. Etwa ein Wadenkrampf bei einer hilflosen Person im Wasser, die dann in Teamarbeit gerettet und versorgt werden musste.

Einen Steinwurf entfernt wurde derweil im Hallenbad in Staffeln um die Wette geschwommen. Die Nachwuchs-Rettungsschwimmer mussten verschiedene Rettungsschwimm-Techniken anwenden, mit Kleidung und mit Flossen schwimmen, nach Ringen tauchen und Rettungsringe und -bojen einsetzen.

Dass es nicht nur um die besten Ergebnisse sondern auch um die Förderungen des Teamgeistes ging, wurde neben den Aufgaben, die allesamt im Team gelöst werden mussten, auch bei den gemeinsamen Aktivitäten neben dem Wettbewerbs-Geschehen deutlich. So wurden für die Jugendlichen etwa eine Schnitzeljagd und eine Jugend-Disko am Abend veranstaltet. „Es ist schön, Wasserwachtler aus ganz Bayern bei sich zu haben. Bei der Gelegenheit können wir uns auch austauschen und neue Kontakte knüpfen“, freute sich Michaela Fichtl, Jugendleiterin der Kreiswasserwacht Ostallgäu.

Herzlichen Glückwunsch an die Stufe 2 aus der Ortsgruppe Seeg für den 8. Platz und an die Stufe 3 aus der Ortsgruppe Kaufbeuren für den 10. Platz.

 

Quelle: http://www.brk-ostallgaeu.de/bildergalerien/galerie/junge-rettungsschwimmer-aus-ganz-bayern-messen-sich-in-oberguenzburg-612.html

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